Joseph Boissel war ein französischer katholischer Missionar des 20. Jahrhunderts, der den Missionaren Oblaten der Maria Immaculata angehörte. Er wurde 1909 in der Bretagne geboren und widmete sein Leben dem Dienst an verschiedenen ethnischen Gruppen in Laos, darunter den Hmong und Khmu. Trotz erheblicher Entbehrungen, wie der Deportation in ein Lager in Tonkin während des Zweiten Weltkriegs, blieb er seiner religiösen Berufung treu. Er wurde schließlich 1969 getötet, als er auf dem Weg war, Flüchtlinge zu besuchen, was zu seiner Anerkennung als Märtyrer führte.
Leben und Mission
Nach seinem Eintritt in den Orden der Oblaten wurde Boissel 1937 geweiht und in die neu gegründeten Missionen in Laos entsandt. Er arbeitete intensiv unter den Bergvölkern und leistete seelsorgerliche Betreuung, medizinische Hilfe und landwirtschaftliche Unterstützung. Trotz der politischen Instabilität und verschiedener Konflikte in Indochina setzte er seinen Dienst fort und kümmerte sich oft um vertriebene Flüchtlinge, die vor der Gewalt geflohen waren, um ihren Glauben zu bewahren.
Märtyrertum und Verehrung
Im Juli 1969 wurde Boissel von den Viet Minh erschossen, als er versuchte, ein Dorf der Khmu-Flüchtlinge zu erreichen. Er wird als einer der siebzehn Märtyrer von Laos geehrt. Im Jahr 2016 erkannte Papst Franziskus sein Märtyrertum an, und er wurde in Vientiane seliggesprochen, wo er als seliger Märtyrer der katholischen Kirche verehrt wird.
