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organische Verbindung

Carvon

Carvon (Betonung auf der Endsilbe: Carvon) ist ein monocyclisches Monoterpen-Keton und Bestandteil von ätherischen Ölen.

Vertreter

Es gibt zwei enantiomere Carvone, das (S)-(+)-Carvon [auch als D-(+)-Carvon oder kurz (+)-Carvon bezeichnet] sowie das (R)-(−)-Carvon [auch als L-(−)-Carvon oder kurz (−)-Carvon bezeichnet].

Enantiomere von Carvon
Name (S)-(+)-Carvon (R)-(−)-Carvon
Andere Namen D-(+)-Carvon L-(−)-Carvon
Strukturformel
CAS-Nummer 2244-16-8 6485-40-1
99-49-0 (Racemat)
EG-Nummer 218-827-2 229-352-5
202-759-5 (Racemat)
ECHA-Infocard 100.017.117 100.026.684
100.002.508 (Racemat)
PubChem 16724 439570
7439 (Racemat)
FL-Nummer 07.146 07.147
07.012 (Racemat)
Wikidata Q27889969 Q27089417
Q416800 (Racemat)
Kurzbeschreibung farbloses Öl, charakteristischer
Geruch nach Kümmel
farbloses Öl, charakteristischer
Geruch nach Krauseminze
Siedepunkt 228–230 °C 230–231 °C
Löslichkeit schwer in Wasser (1300 mg/l bei 18 °C) praktisch unlöslich in Wasser (20 °C)
LD50 3,71 ml·kg−1 (Ratte, peroral) 1640 mg·kg−1 (Ratte, peroral)

Vorkommen

Echter Kümmel (Carum carvi)
Echter Kümmel (Carum carvi)
Rossminze (Mentha longifolia)
Rossminze (Mentha longifolia)
2 Bilder

In der Natur treten beide enantiomere Formen des Carvons auf. So ist (S)-(+)-Carvon enthalten in Kümmelöl (etwa 85 Prozent), Dill und Mandarinenschalen. Das (R)-Enantiomer findet sich in den ätherischen Ölen von Krauseminze und Kuromoji. Das Ingwergrasöl enthält beide enantiomeren Formen des Carvons (Racemat).

Herstellung

(S)-(+)-Carvon gewinnt man durch Wasserdampfdestillation von Kümmel und Extraktion des Destillats.

Eigenschaften

Wie alle chiralen Duftstoffe weist auch Carvon unterschiedliche Geruchstypen seiner Enantiomere auf. Das (S)-(+)-Carvon weist einen Kümmelgeruch auf, sein Spiegelbild (R)-(−)-Carvon riecht nach Krauseminze. Carvon wirkt keimhemmend.

Analytik

Die qualitative und quantitative Bestimmung der Carvone gelingt nach adäquater Probenvorbereitung durch Kopplung der Kapillargaschromatographie und HPLC mit der Massenspektrometrie.

Verwendung

Carvon wird als Ausgangsverbindung in der Naturstoffsynthese sowie bei der Herstellung von Likören, Kosmetik und Seife verwendet.

Sicherheitshinweise

(R)-(−)-Carvon bzw. dessen durch Autooxidation entstehende Carvon-Hydroperoxide gelten als allergieauslösend (siehe Haptene).

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Text aus der Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Quellartikel