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organische Verbindung, Naturstoff, Nervengift

Tropanole

Tropanole

Das Wichtigste

ist ein(e)definierte chemische Substanz
Masse141 atomare Masseneinheit
beschrieben inEncyclopædia Britannica (1911)

Die Tropanole oder Tropine leiten sich vom Tropan ab, wobei eine Hydroxysubstitution am C-1, C-2- bzw. am C-3-Atom vorliegt. Für das 2- und das 3-Tropanol können zwei Stereoisomere unterschieden werden. Bei den α-Tropanolen steht die Hydroxygruppe axial, bei dem β-Tropanolen äquatorial zum Ringsystem.

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Tropanole Name (1R)-1-Tropanol 2α-Tropanol 2β-Tropanol 3α-Tropanol 3β-Tropanol Andere Namen

  • 1-Hydroxytropan
  • 8-Methyl-8-azabicyclo[3.2.1]octan-1-ol
  • 2α-Hydroxytropan
  • 8-Methyl-8-azabicyclo[3.2.1]octan-2endo-ol
  • 2β-Hydroxytropan
  • 8-Methyl-8-azabicyclo[3.2.1]octan-2exo-ol
  • 3α-Hydroxytropan
  • Tropin
  • 8-Methyl-8-azabicyclo[3.2.1]octan-3endo-ol
  • 3β-Hydroxytropan
  • Pseudotropin
  • 8-Methyl-8-azabicyclo[3.2.1]octan-3exo-ol
Strukturformel CAS-Nummer 36127-54-5 36127-15-8 120-29-6 135-97-7 PubChem 268139 54607705 8424 Summenformel C8H15NO Molare Masse 141,21 g·mol−1 Schmelzpunkt 47–48 °C oder 68–70 °C 46–48 °C −10 °C 63 °C 108–109 °C Siedepunkt 94–95 °C 229 °C 240–241 °C GHS-
Kennzeichnung
Achtung Achtung H- und P-Sätze siehe oben siehe oben siehe oben 302 302+332 siehe oben siehe oben siehe oben 260​‐​262​‐​314​‐​403+233​‐​501 261​‐​264​‐​270​‐​271​‐​304+340+312

Eigenschaften

Das (1R)-1-Tropanol steht mit (R)-(Methylamino)cycloheptanon in einem tautomeren Gleichgewicht.

Tautomerie des (1R)-1-Tropanols

Vorkommen

Tropanole und davon abgeleitete Tropanalkaloide kommen in mehreren Pflanzenfamilien, insbesondere in den Nachtschattengewächsen (Solanaceen) vor. Zum Beispiel im Bilsenkraut (Hyoscyamus niger), in der Atropin enthaltenden Tollkirsche (Atropa belladonna) und in verschiedenen Stechapfel-Arten (Datura spec.). Das (1R)-1-Tropanol ist in der Andenbeere (Physalis peruviana) zu finden. Ebenso findet sich im Echten Löffelkraut (Cochlearia officinalis, Brassicaceae) das Cochlearin mit Tropin als Alkoholkomponente. Die anderen Familien sind: Proteaceae, Convolvulaceae, Euphorbiaceae, Rhizophoraceae und Erythroxylaceae. Es konnte nachgewiesen werden, dass die Entwicklung der zur Biosynthese nötigen Enzyme in Nachtschatten- und Rotholzgewächsen unabhängig voneinander stattfand.

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Text aus der Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Quellartikel