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Dorf im Kanton Tessin, Schweiz

Sigirino

Sigirino

Das Wichtigste

Fläche8,7km²
Höhe über dem Meeresspiegel445m
ist ein(e)aufgehobene politische Gemeinde der Schweiz, Dorf
StaatSchweiz
liegt in der VerwaltungseinheitMonteceneri
Gemeindestand vor der Fusion am 21. November 2010
Gemeindestand vor der Fusion am 21. November 2010
Alptransit Tunneleingang in Sigirino
Alptransit Tunneleingang in Sigirino
2 Bilder

Sigirino war bis zum 20. November 2010 eine politische Gemeinde im Kreis Taverne, Bezirk Lugano, des Kantons Tessin in der Schweiz.

Geographie

Das Dorf liegt auf 445 m ü. M. am Fuss des Monte Tamaro, am Eingang ins Valle Cusello, dessen Quellen die Stadt Lugano mit vorzüglichem Wasser versorgen, drei Kilometer nordwestlich der Station Taverne-Torricella der Linie Bellinzona-Lugano-Chiasso der Gotthardbahn.

Geschichte

Die Gemeinde erscheint urkundlich erstmals als Sezelino im Jahr 1335. Die Kirche Sant’Andrea wird bereits 1296 erwähnt und im 16. Jahrhundert neu erbaut.

Am 25. November 2007 wurde die Fusion der sieben Gemeinden im Vedeggiotal von den Stimmberechtigten von fünf Gemeinden gutgeheissen: Bironico, Camignolo, Medeglia, Rivera und Sigirino hätten sich demnach zur Gemeinde Monteceneri zusammenschliessen müssen. Isone und Mezzovico-Vira lehnten die Fusion ab. In der Folge verzichtete der Staatsrat darauf, dem Grossen Rat eine zwangsweise Fusion der beiden ablehnenden Gemeinden zu beantragen. Monteceneri wurde deshalb lediglich aus den fünf zustimmenden Gemeinden gebildet.

Sigirino bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.

Bevölkerungsentwicklung

Sigirino: Einwohnerzahlen von 1600 bis 2009
Jahr  Einwohner
1600
  
340
1683
  
326
1719
  
310
1769
  
225
1799
  
210
1808
  
218
1824
  
229
1836
  
260
1850
  
229
1860
  
215
1870
  
220
1880
  
364
1888
  
242
1900
  
236
1920
  
230
1930
  
221
1941
  
210
1950
  
212
1960
  
209
1970
  
?
1980
  
237
1990
  
270
1991
  
262
1992
  
268
1993
  
291
1994
  
291
1995
  
333
1996
  
347
1997
  
361
1998
  
379
1999
  
383
2000
  
394
2001
  
426
2002
  
436
2003
  
445
2004
  
467
2005
  
465
2006
  
486
2007
  
526
2008
  
596
2009
  
596
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024

1880: Bau Gotthardbahn

Sehenswürdigkeiten

Das Dorfbild von Osignano ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.

  • Pfarrkirche Sant’Andrea und Beinhaus, im Ortsteil Vianco, mit Fresko vielleicht von Maler Giovanni Finale Madonna del Latte (1687) Virgo lactans. Wappen Laffranchini
  • Beinhaus
  • Kirchhof
  • Friedhofsäule
  • Portal mit Fresko Madonna del Rosario, Santi Andrea e Abbondio und Fresko Tod und König
  • Zwischen den Ortsteilen Vianco und Osignano befindet sich das Oratorium San Rocco (1599–19. Jahrhundert) mit Statue Madonna Addolorata (1693) und Bischofsgemälde. Restauriert 1929, 1991 und 1992
  • Betkapelle im Ortsteil Osignano mit Fresko Madonna di Re (19. Jahrhundert)
  • An der Grenze mit Taverne, im Ortsteil Taverne Superiore, befindet sich das Oratorium San Giovanni Battista; Fassade mit Fresko Giovanni Battista
  • Alte Mühle im Ortsteil Mastarino
  • Drei Schalensteine im Ortsteil Osignano (460 m ü. M.) und am Pfad sentiero verso i monti bei der Betkapelle Sant’Anna (600 m ü. M.), im Ortsteil Gola del Barro (560 m ü. M.)

Persönlichkeiten

  • Giovanni Moghini (* um 1560 in Sigirino; † 16. März 1627 in Lugano ?), Chorherr von Lugano, Pfarrer von Bironico, gab sein Vermögen dem Spital von Lugano
  • Familie Pedevilla
    • Andrea Maria Pedevilla (* gegen 1690 in Sigirino; † 1775 in Bologna), Sohn des Gian Giulio, Architekt, arbeitete in Bologna und baute dort das Kunstinstitut. Ehrenbürger von Bologna 1749
    • Gian Antonio Pedevilla (* 16. März 1736 in Bologna; † 22. Februar 1808 ebenda), Sohn des Andrea Maria, Priester, Professor der Mathematik an der Universität Bologna 1766, der Hydrometrie und Agrikultur 1774–1797, schrieb: Principi d’agricultura; Memoria della livellazione; Mitglied der Akademie von Bologna. Hausbesitzer in Sigirino
    • Francesco Pedevilla (* 1826 in Sigirino; † September 1880, ermordet), Advokat, Kantonsrichter, Präsident der Kriminalkammer, Oberstleutnant 1875, Kreisinstruktor

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Text aus der Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Quellartikel