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Gemeinde in der Schweiz

Rongellen

Rongellen

Das Wichtigste

Einwohnerzahl52
Fläche2,02km²
ist ein(e)Gemeinde der Schweiz
StaatSchweiz
Höhe über dem Meeresspiegel1.003m
liegt in der VerwaltungseinheitKanton Graubünden

Rongellen (rätoromanisch Runtgaglia, schweizerdeutsch Ronggélla) ist eine politische Gemeinde der Region Viamala des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Geographie

Rongellen liegt am Rande der Viamala auf halbem Weg zwischen Thusis und Zillis. Rongellen besteht aus weit verstreuten Häusergruppen in einer Waldlichtung am alten Viamalaweg. Nachbargemeinden von Rongellen sind Muntogna da Schons, Thusis, Sils im Domleschg und Zillis-Reischen.

Geschichte

1344 Rungal, Ob Mitte des 14. Jahrhunderts eine Walseransiedlung bestand, ist unsicher. Die Herrschaftsrechte hatten nacheinander die Vazer, die Werdenberger und ab 1456 das Bistum Chur inne. 1458 kaufte sich das Tal aus.

Kirchlich gehörte Rongellen seit jeher zu Thusis. Um 1529 erfolgte die Reformation. Bis 1851 war Rongellen eine Nachbarschaft der Gerichtsgemeinde Schams. Mit Zillis und Reischen bildete es ein kleines Zivilgericht.

Rongellen hatte Anteil am Transitverkehr Richtung Splügen und San Bernardino. Die linksrheinische Hauptroute führte – vermutlich von spätrömischer Zeit an – bis 1821 durch das Dorf. Unterrongellen entstand nach dem Bau der tiefer gelegenen neuen Fahrstrasse 1821.

Im 19. Jahrhundert scheiterte der Versuch, Rongellen mit seinem unklaren Rechtsstatus Thusis oder einer Schamser Gemeinde zuzuschlagen. Seit 1890 besteht eine eigene Dorfordnung. Die Kleingemeinde besitzt keine Kirche, weder Laden noch Wirtschaft und seit 1971 auch keine Schule mehr. Rongellen ist das einzige seit jeher deutschsprachige Dorf im Schams.

Wappen

Wappen von Rongellen
Wappen von Rongellen
Blasonierung: «In Gold gestürzte blaue Spitze, belegt mit silberner Brücke.»

Heraldische Darstellung der von Brücken überspannten Viamala bzw. der Viamalaschlucht.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1780 1850 1900 1950 1980 1990 2000 2005 2016 2020
Einwohner 75 63 49 71 32 48 53 44 61 56

Sprachen

Die Gemeindebewohner sprechen seit der Besiedlung im Mittelalter deutsch. Ob sie von zugewanderten Walsern abstammen, ist ungeklärt. Bis zu Beginn des Ersten Weltkriegs gab es immer wieder romanischsprachige Zuwanderer aus den umliegenden Gemeinden (Anteil 1900 22 %, 1910 17 %). Heute umfasst dieser Personenkreis nur noch einzelne Personen, wie folgende Tabelle zeigt:

Sprachen in Rongellen
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 28 87,50 % 45 93,75 % 47 88,68 %
Rätoromanisch 3 9,38 % 1 2,08 % 5 9,43 %
Einwohner 32 100 % 48 100 % 53 100 %

Behördensprache ist Deutsch.

Herkunft und Nationalität

Von den Ende 2005 44 Bewohnern waren 41 Schweizer Staatsangehörige.

Steuern und Elektrizität

Rongellen ist seit einigen Jahren (ca. 1999) die Gemeinde mit dem tiefsten Steuerfuss in Graubünden. Er beträgt 30 % der einfachen Kantonssteuer.

Rongellen ist auch die Gemeinde mit dem günstigsten Strom in der Schweiz. So kostete im Jahr 2024 eine Kilowattstunde lediglich 9,6 Rappen.

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Text aus der Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Quellartikel