Paul «Sturzi» Sturzenegger (* 7. Juni 1902 in Rosario, Argentinien; † 19. Mai 1970 in Lugano) war ein Schweizer Fussballspieler.
Karriere

Sturzenegger wurde 1902 in Rosario, Argentinien als Sohn einer Auswandererfamilie geboren. Die Familie kehrte jedoch in die Schweiz zurück, und Sturzenegger gründete in Zürich mit anderen jugendlichen Fussballspielern den FC International Zürich. 1919 wechselte Sturzenegger zum FC Zürich. 1924 wurde er mit dem Club Schweizer Meister. Nachdem er zwei Jahre zuvor sein Debüt für die Schweizer Nationalmannschaft gegeben hatte, wurde er kurz nach dem Meisterschaftsgewinn in das Kader für die Olympischen Sommerspiele 1924 in Paris berufen. Die Mannschaft gewann am Ende Silber. Jedoch kam es zu einem kleinen Skandal, weil Sturzenegger im Halbfinal und im Endspiel nur auf der Ersatzbank sass. Deutschsprachige Kreise waren der Überzeugung, dass Robert Pache vom Servette FC, für den auch Nationaltrainer Teddy Duckworth zu dieser Zeit verantwortlich war, den Vorzug erhielt.
1925 wechselte Sturzenegger zum FC Lugano, mit dem er 1931 den Schweizer Cup gewann. Ein Jahr darauf beendete er seine aktive Karriere, während der er in 458 Meisterschaftsspielen für den FC Zürich und den FC Lugano 426 Tore erzielt hatte.
Sturzenegger blieb in Lugano wohnhaft und arbeitete dort als Versicherungsinspektor. Von 1942 bis 1944 war er Trainer des FC Lugano. Er starb 1970 im Alter von 68 Jahren im Spital von Lugano und wurde auf dem dortigen Monumentalfriedhof beigesetzt.