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See in der Schweiz

Neuenburgersee

Neuenburgersee

Das Wichtigste

Fläche218km²
Höhe über dem Meeresspiegel429m
ist ein(e)See, Gebiet nicht Teil einer Schweizer Gemeinde
StaatSchweiz
liegt in der VerwaltungseinheitKanton Bern
beschrieben inNew Encyclopedic Dictionary
Karte des Neuenburgersees
Karte des Neuenburgersees

Der Neuenburgersee, französisch Lac de Neuchâtel, ist mit einer Fläche von 217,9 km² der grösste See, der vollständig in der Schweiz liegt. Er liegt in den Schweizer Kantonen Neuenburg, Freiburg, Waadt und Bern.

Geografie

Die Hauptzuflüsse sind die Areuse, die Zihl (Thielle) und der Broyekanal (Canal de la Broye) aus dem Murtensee (Lac de Morat). Der Abfluss Zihlkanal/(Canal de la Thielle) mündet in den Bielersee (Lac de Bienne). Zusammen mit dem Murtensee dient der See als Ausgleichsbecken für die in den Bielersee mündende Aare. Wenn der Bielersee aufgestaut wird, fliessen der Broyekanal und der Zihlkanal deshalb rückwärts.

Der Neuenburgersee mit einer Fläche von 217,9 km² ist 38,3 km lang und maximal 8,2 km breit, sein Wasserinhalt beträgt rund 14 km³ und die maximale Tiefe 152 m. Das Einzugsgebiet ist 2670 km² gross. Der Wasserstand lag im langjährigen Mittel (seit 1983) mit 429,28 m ü. M. nur 2 cm unter dem des Murtensees (429,3 m ü. M.) und 3 cm über dem des Bielersees (429,25 m ü. M.). Vor der Juragewässerkorrektion war der Seespiegel ca. 2,5 m höher und der See 23,7 km² grösser.

An seinem nördlichen Ufer liegt die namengebende Stadt Neuchâtel (Neuenburg), am westlichen Ende liegen die Städtchen Yverdon-les-Bains und Grandson. Am Südufer liegen der mittelalterliche Ort Estavayer-le-Lac sowie die Sumpf- und Röhrichtlandschaft Grande Cariçaie, am Nordostufer das Naturschutzgebiet Fanel. Rund um den See wird überwiegend Französisch gesprochen. Nur am dünn besiedelten Ostende (Grosses Moos) liegen, mit Zentren abseits des Sees, die deutschsprachigen Orte Gampelen und Ins.

In Seemitte finden sich vier Dreikantonsecken , weitere zwei bei der Mündung des Broyekanals .

Auf dem Grund des Sees wurden 2015 kreisrunde Krater, sog. Pockmarks, von bis zu 160 m Durchmesser und 30 m Tiefe entdeckt, die vermutlich durch Wasser, das in dem verkarsteten Gebiet aus unterirdischen Wasserläufen aufsteigt, entstanden sind.

Fauna

Seit 2018 breitet sich die invasive Quagga-Muschel massiv aus.

Fischerei

Gefangen werden vor allem Barsch und Felchen-Arten. Um den Fischbestand im Neuenburgersee zu erhalten, werden seit Jahrzehnten Besatzmassnahmen durchgeführt. Zudem erhält die Fischerei finanzielle Unterstützung.

2025 wurde bei Bevaix ein 2,43 Meter langer und gut 100 Kilogramm schwerer Wels gefangen, der wohl grösste Fang in der Schweiz.

Schifffahrt

Als erstes Dampfschiff befuhr 1826 die «Union» den Neuenburgersee; über die Zihl verkehrte es auch auf dem Bielersee. Die «Union» fiel allerdings schon in der Nacht vom 26. zum 27. Juni 1827 einer Feuersbrunst zum Opfer.

Nachdem es eine Zeit lang mehrere konkurrierende Gesellschaften gegeben hatte, wurde 1872 die Société de navigation sur les lacs de Neuchâtel et Morat (LNM) gegründet, die noch heute zusammen mit der Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft auf den drei Seen die öffentliche Schifffahrt betreibt.

Schiffländen

Karte mit allen Koordinaten des Abschnitts Schiffländen: OSM

Schiffländen der Personenschifffahrt, von Süden nach Norden:

Schiffländen am Neuenburgersee
Name Ufer Lage Kt. ⊙ Bild Anmerkungen
Yverdon-les-Bains (bateau) Yverdon-les-Bains: in der angrenzenden Zihl VD
Grandson (bateau) Nordwest Grandson VD
Concise (bateau) Nordwest Concise VD
Estavayer-le-Lac (bateau) Südost Estavayer-le-Lac FR
Vaumarcus débarcadère Nordwest Vaumarcus NE
St-Aubin NE (bateau) Nordwest Saint-Aubin NE
Chevroux Südost Chevroux VD
Gorgier-Chez-le-Bart Nordwest Chez-le-Bart NE
Bevaix (bateau) Nordwest Bevaix NE
Portalban Südost Portalban FR
Cortaillod (bateau) Nordwest Cortaillod NE
Cudrefin Sudost Cudrefin VD
Auvernier (bateau) Nordwest Auvernier NE
La Sauge (bateau) Südost (Kanal) Cudrefin, im angrenzenden Broyekanal VD
Neuchâtel-Serrières (bateau) Nordwest Neuenburg: Serrières NE
keine Kursschiffe
Neuchâtel (bateau) Nordwest Neuenburg NE
La Tène Marin-Epagnier, im angrenzenden Zihlkanal NE
Hauterive NE débarcadère Nordwest Hauterive NE
St-Blaise (bateau) Nordwest Saint-Blaise NE

Tourismus

Touristisch attraktiv ist die Region des Neuenburgersees insbesondere wegen der Weinberge am Jura-Südfuss. Angepflanzt werden Gutedel und Spätburgunder, und der Œil de Perdrix, ein Roséwein, entsteht hier. Wanderwege und Radwanderwege führen durch die Weinberge und die kleinen Winzerdörfer oder direkt am Seeufer entlang.

Der Neuenburgersee ist reich an Resten prähistorischer Pfahlbauten. Diese wurden ca. 1850 entdeckt und sind heute Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen.

Sehenswürdigkeiten (Auswahl):

Auch Wassersport wie Windsurfen und Kitesurfen ist touristisch relevant für den Neuenburgersee, da die Bise, ein Wind in der Schweiz aus nordöstlichen und östlichen Richtungen, am See verstärkt auftritt.

Bilder

Karte des Neuenburgersees von 1626 mit eingezeichneter Stadt Henripolis
Karte des Neuenburgersees von 1626 mit eingezeichneter Stadt Henripolis
Neuenburgersee (Lac de Neuchâtel)
Neuenburgersee (Lac de Neuchâtel)
Mündung der Areuse
Mündung der Areuse
Mündung der Zihl (La Thielle)
Mündung der Zihl (La Thielle)
Fanel-Inseln
Fanel-Inseln
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Text aus der Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Quellartikel