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Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde

Messier 106

Messier 106
Ultraviolettaufnahme von M106 und – oben rechts davon, klein – NGC 4248, GALEX
Ultraviolettaufnahme von M106 und – oben rechts davon, klein – NGC 4248, GALEX
Detaillierte Aufnahme des Zentrums, Hubble-Weltraumteleskop
Detaillierte Aufnahme des Zentrums, Hubble-Weltraumteleskop
Infrarotaufnahme des zentralen Bereichs mithilfe des James-Webb-Weltraumteleskops
Infrarotaufnahme des zentralen Bereichs mithilfe des James-Webb-Weltraumteleskops
Aufnahme im fernen Infrarot durch das Herschel-Weltraumteleskop
Aufnahme im fernen Infrarot durch das Herschel-Weltraumteleskop
Überlagerung einer Photographie (gelb) mit Aufnahmen im Radio- (violet), IR- (rot) und Röntgenbereich (blau).
Überlagerung einer Photographie (gelb) mit Aufnahmen im Radio- (violet), IR- (rot) und Röntgenbereich (blau).
5 Bilder

Messier 106 oder NGC 4258 ist eine Balken-Spiralgalaxie vom Hubble-Typ SBbc im Sternbild Canes Venatici. Sie ist schätzungsweise 23 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 125.000 Lichtjahren.

Mit dieser Entfernung liegt die Galaxie in der Umgebung mehrerer Galaxiengruppen, als deren Mitglied die Galaxie je nach Autor gelistet wird, zum Beispiel die Ursa-Major-Gruppe, die Coma-Sculptor-Gruppe, die Canes-Venatici-I-Gruppe oder die Canes-Venatici-II-Gruppe.

Der Kern der Galaxie ist aktiv und als Radioquelle seit den 1950er Jahren bekannt. 1995 beschrieben R. Brent Tully et al., dass das Zentrum einen Jet ausstößt, der in Zusammenhang mit dem im selben Jahr entdeckten massiven zentralen Objekt dieser Galaxie stehen sollte. Dieses Zentralobjekt ist vermutlich ein Schwarzes Loch von knapp 40 Millionen Sonnenmassen. In seiner Umgebung beobachten Astrophysiker ein Emissionslinienspektrum, dem der Galaxienkern seine Klassifikation als LINER-Typ (Low Ionisation Nuclear Emission-line Region) verdankt.

Die beiden Spiralarme sind durch große Mengen an jungen, massereichen Sternen gekennzeichnet, die in einem bläulichen Licht leuchten. Die Galaxie durchläuft derzeit einen sogenannten »Starburst«, bei dem die Sternentstehungsrate stark erhöht ist. M 106 zählt zur Gruppe der Seyfert-Galaxien.

Im April 2022 veröffentlichte eine Gruppe aus vier Amateurastronomen aus Europa und den U.S.A. ein Gemeinschaftsfoto, welches insgesamt 250 Stunden Belichtungszeit aufweist und dadurch eine für erdgebundene Fotografie extreme Detailauflösung und Tiefe erreicht.

Das Objekt wurde im Juli 1781 von Pierre Méchain entdeckt und 1947 von Helen Sawyer Hogg als M106 in den Messier-Katalog aufgenommen.

Die Supernovae SN 1981K und SN 2014bc wurden in M 106 beobachtet.

Messier 106-Gruppe (LGG 290)

Galaxie Alternativname Entfernung / Mio. Lj
NGC 4258 PGC 39600 23
NGC 4144 PGC 38688 14
NGC 4242 PGC 39423 25
NGC 4248 PGC 39461 24
NGC 4449 PGC 40973 12
NGC 4460 PGC 41069 24
NGC 4485 PGC 41326 24
NGC 4490 PGC 41333 24
NGC 4618 PGC 42575 26
NGC 4625 PGC 2607 26
NGC 4736 PGC 43495 16
IC 3687 PGC 42656 18
PGC 39211 UGC 7271 27
PGC 39615 UGC 7356 15
PGC 39918 UGC 7408 23
PGC 40904 UGC 7577 11
PGC 41063 UGC 7608 26
PGC 41239 UGC 7639 20
PGC 41522 UGC 7678 32
PGC 41576 UGC 7690 26
PGC 41766 UGC 7719 32
PGC 41902 UGC 7751 29
PGC 42045 UGC 7774 25
PGC 42380 UGC 7827 27

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Text aus der Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Quellartikel