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Fluss in Tunesien und Algerien

Medjerda

Medjerda

Das Wichtigste

ist ein(e)Fluss
StaatAlgerien
beschrieben inPauly-Wissowa

Der Medjerda (arabisch مجردة Medscherda, DMG Maǧarda, in der Antike Bagradas) ist mit 485 km Tunesiens längster Fluss, der das ganze Jahr über Wasser führt.

Verlauf

Der Medjerda entspringt im nordöstlichen Algerien und durchfließt bei Ghardimaou die algerisch-tunesische Grenze. Von dort strömt er entlang einer Strecke über Jendouba, Bou Salem, südlich von Beja, Medjez el-Bab und Utica ins Mittelmeer.

Der Medjerda speist mehr als die Hälfte der landesweiten Wasserversorgung Tunesiens. Darüber hinaus liegt das landwirtschaftlich ertragreichste Gebiet Tunesiens im Medjerda-Tal.

Hydrometrie

Die Durchflussmenge des Medjerda wurde an der hydrologischen Station Medjez el Bab bei dem größten Teil des Einzugsgebietes, über die Jahre 1953 bis 1975 gemittelt, gemessen (in m³/s).

Der monatliche mittlere Abfluss des Medjerda bei der Station Medjez el Bab in m³/s (1953-1975)
60
50
40
30
20
10
0
17,9
Jan.
30,9
Feb.
21,3
März
27,0
Apr.
53,2
Mai
59,2
Juni
51,9
Juli
39,2
Aug.
17,6
Sep.
11,5
Okt.
9,0
Nov.
9,8
Dez.


Einzugsgebietaufteilung

Das Einzugsgebiet des Medjerda teilt sich auf Tunesien und Algerien auf. In der folgenden Tabelle sind die Anteile der einzelnen Nebenflüsse zu dem jeweiligen Land aufgelistet.

Einzugsgebiet Quadratkilometer in Tunesien Quadratkilometer Algerien Quadratkilometer gesamt
Chafrou 610 0 610
Lahmar 530 0 530
Siliana 2190 0 2190
Khalled 470 0 470
Zerga 220 0 220
Beja 340 0 340
Kasseb 280 0 280
Bou Heurtma 610 0 610
Tessa 2420 0 2420
Mellegue 4430 6360 10.790
Rarai 310 40 350
Weitere 3420 1470 4890
Medjerda gesamt 15.830 (67 %) 7870 (33 %) 23.700 (100 %)

Geschichte

Im Jahre 255 v. Chr. fand am rechten Flussufer die Schlacht am Bagradas während des Ersten Punischen Krieges statt.

2007 wurden die Lagune von Ghar el-Melh und das angrenzende Delta des Medjerda in die Liste der Ramsar-Stätten aufgenommen und damit als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel anerkannt.

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Text aus der Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Quellartikel