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Film von Christine Edzard (1988)

Klein Dorrit (1987)

Das Wichtigste

Veröffentlichungsdatum1988
ist ein(e)Film
RegisseurChristine Edzard
GenreFilmdrama
Alle Daten der Infobox 12
Titel
Klein Dorrit
Originaltitel
Little Dorrit
Produktionsland
Vereinigtes Königreich
Originalsprache
Englisch
Erscheinungsjahr
1987
Länge
357 Minuten
Altersfreigabe
FSK 6
Regie
Christine Edzard
Drehbuch
Christine Edzard
Produktion
John Brabourne,Richard B. Goodwin
Kamera
Bruno de Keyzer
Schnitt
Fraser MacLean,Olivier Stockman

Klein Dorrit (Originaltitel: Little Dorrit) ist eine britische Literaturverfilmung des Romans Little Dorrit von Charles Dickens aus dem Jahr 1987. Die Verfilmung unter der Regie von Christine Edzard wurde für zwei Oscars, einen Golden Globe Award und zwei BAFTA Awards nominiert.

Handlung

Die Handlung des Films dreht sich um die junge Amy Dorrit, genannt „Klein Dorrit“, die in Armut in der Zeit des Viktorianismus aufwächst und um den anfangs wohlhabenden Arthur Clennam.

Amy Dorrit wurde im Schuldturm geboren, da ihr Vater William Dorrit wegen unbezahlter Schulden dort seit vielen Jahren inhaftiert ist. Für Amy ist dieses Gefängnis Alltag. Sie kümmert sich um ihren Vater, der sich in seiner Rolle als „Vater des Gefängnisses“ eingerichtet hat und seine Armut hinter falschem Stolz verbirgt, und die Familie. Amy verdient außerhalb des Gefängnisses als Näherin, um den Lebensunterhalt für sich und die übrigen Dorrit zu sichern. Sie bleibt trotz der Umstände bescheiden, freundlich und selbstlos.

Parallel dazu wird die Geschichte von Arthur Clennam erzählt, einem Mann mittleren Alters, der nach einem langen Aufenthalt im Ausland nach London zurückkehrt. Er wird von der düsteren Vergangenheit seiner Familie eingeholt, insbesondere von seiner kalten, herrschsüchtigen Mutter, die ein dunkles Geheimnis hütet. Clennam vermutet, dass die Familie Dorrit in Opfer eines alten Unrechts geworden ist, und fühlt sich moralisch verpflichtet, der Sache nachzugehen. Dabei begegnet er Klein Dorrit und entwickelt großen Respekt und tiefe Zuneigung für sie.

Ein Wendepunkt tritt ein, als William Dorrit unerwartet ein reich erbt. Die Familie Dorrit wird so aus der Armut befreit und verlässt den Schuldturm. Als wohlhabende Gesellschaftsmitglieder reisen sie nun durch Europa und versuchen, ihren früheren Makel zu verdrängen. Besonders William Dorrit schämt sich seiner Vergangenheit und verleugnet sie zunehmend. Amy hingegen bleibt bescheiden und fühlt sich in der Welt des Neuen Reichtums fremd und unwohl.

Währenddessen gerät Arthur Clennam selbst als Spekulationsopfer in finanzielle Schwierigkeiten und landet im selben Schuldgefängnis, aus dem die Dorrits befreit wurden. Die Rollen sind nun vertauscht: Amy, nun reich, unterstützt Clennam und steht ihm zur Seite, so wie er ihr früher half.

Am Ende werden die Geheimnisse um Clennams Familie aufgedeckt, das begangene Unrecht wird korrigiert, und Arthur erhält seine Freiheit zurück. Die Geschichte schließt damit, dass Amy und Arthur zueinander finden.

Rezeption

Der Filmdienst hält Klein Dorrit für eine überlange und detailverliebte Verfilmung von Charles Dickens Roman aus dem Jahr 1857, die allerdings den kapitalismuskritischen Handlungskern unangetastet ließe. Die zunächst etwas schleppende, im zweiten Teil aber zunehmend intensive werdende Geschichte verdeutliche die gesellschaftlichen Zustände der viktorianischen Zeit an einer Reihe grotesk überzeichneter, physisch wie seelisch-geistig deformierter Figuren, die Schauspielern Gelegenheiten zu Glanzauftritten geben würden.

In der New York Times wurde 1988 angemerkt, dass das damals relativ neue Fernsehformat der Miniserie das Publikum auf Darstellungen umfangreicherer Literaturvorlagen vorbereitet habe, so dass man sich auf eine sechsstündige Verarbeitung von Dickens freuen könne. Christine Edzard täte dem Film aber keinen Gefallen der Zweiteilung des Buches in die Teile Armut und Reichtum in einer Weise zu folgen, dass es zwei subjektive Perspektiven seien - ohne wie in Rashomon auf die Unmöglichkeit einer objektiven Wahrheit abzustellen. Ihr Ansatz sei interessanter in der Theorie, als in der Praxis. Es sei ermüdend. Auf der anderen Seite were der Film immer wieder Aufmerksamkeit, gerade dann wenn man anfange über Dinge nachzudenken, die man erledigen müsse. Die Besetzung angefangen mit Derek Jacobi als Arthur Clennam und Alec Guinness als William Dorrit sei spektakulär.

Auszeichnungen

1989:

1988:

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Text aus der Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Quellartikel