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Triathlon

Inferno Triathlon

Der Inferno Triathlon ist ein Triathlon, der seit 1998 im August im Berner Oberland ausgetragen wird. Im Vergleich zu vielen anderen Triathlon-Veranstaltungen wird die nötige Infrastruktur nicht an einem zentralen Punkt bereitgestellt, sondern Start, Wechselzone und Ziel befinden sich an verschiedenen Orten. Mit 5500 Steigungsmetern auf einer Strecke von 155 Kilometern ist er sehr anspruchsvoll.

Organisation

Start des Triathlons ist in Thun, Wechselzonen sind in Oberhofen, Grindelwald und Stechelberg, das Ziel ist auf dem Schilthorn, der Start des Halbmarathons ist in Lauterbrunnen, und das Athletendorf befindet sich in Mürren, das ebenfalls als Ziel der Team Trophy dient.

Beim Triathlon sind zunächst 3,1 km im Thunersee zu schwimmen, anschliessend 97 km mit dem Rennrad sowie 30 km mit dem Mountainbike zu absolvieren. Den Abschluss bildet ein Berglauf über 25 km. Neben dem eigentlichen Triathlon werden weitere etwas weniger anspruchsvolle Disziplinen angeboten.

Geschichte

Der Inferno Triathlon ist aus dem Inferno-Berglauf, der bereits seit mehreren Jahren durchgeführt wurde, entstanden. Im Frühling 1997 trafen sich die Berglauf-Organisatoren mit Vertretern der Schilthornbahn, um die Veranstaltung weiterzuentwickeln. Daraufhin wurde der Berglauf mit einer Bike- und einer Schwimmstrecke ergänzt und so zu einem Triathlon ausgebaut. Es wurde ein Geschäftsführer mit Triathlon-Knowhow gefunden, ein Organisationskomitee formte sich, und ein Verein wurde gegründet.

Bei vorgängigen Streckentests mit erfahrenen Triathleten war nicht klar, ob der Inferno Triathlon mit 5500 m Steigung überhaupt zu bewältigen sei. Am 22. August 1998, nach 16 Monaten Vorbereitung durch die Organisatoren, starteten 87 Athleten im Strandbad Thun zum ersten Inferno Triathlon. Wegen Nebel, Kälte und Sturmwind musste das Ziel nach Mürren verlegt werden. Nur 16 Athleten konnten vorher noch das Schilthorn erreichen, die anderen 57 Teilnehmer beendeten den Wettkampf im Ziel Mürren. Vier weitere Austragungen mit nur 120 bis 150 Teilnehmern folgten, bis im Jahre 2003 der Durchbruch gelang: Zum ersten Mal waren die 250 Startplätze ausverkauft.

Im Jahre 2000 wurde der kürzere «infernino triathlon» durch die «Team Trophy» ersetzt. Bei der ersten Austragung der Team Trophy starteten 67 Teams. Die Teilnehmerzahlen entwickelten sich in den folgenden Jahren positiv, und im Jahre 2003 waren erstmals sämtliche 250 Startplätze ausgebucht.

2011 musste der Triathlon aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen ohne die Schwimmdistanz ausgetragen werden. 2012 waren die 333 Startplätze ausverkauft. 2014 war der Triathlon wiederum ausverkauft – witterungsbedingt musste die Schwimmdisziplin aufgrund der kalten Wassertemperatur abgesagt werden. Als Ersatz gab es in Oberhofen eine Laufstrecke von drei Kilometern. 2024 musste der für den 17. August geplante Triathlon aufgrund der Unwetter vom 12. August abgesagt werden.

Der erfolgreichste Teilnehmer beim Inferno Triathlon ist der Deutsche Marc Pschebizin – mit zehn Siegen, drei zweiten Plätzen und einem dritten Platz.

Die Strecke

Schwimmen (3,1 km)
Thun – Oberhofen

Road Bike (97 km)
Oberhofen (562 Meter über Meer) – Sigriswil (810) – Beatenberg (1153) – Interlaken (563) – Meiringen (593) – Grosse Scheidegg (1962) – Grindelwald (943); Steigung 2145 m

Mountain Bike (30 km)
Grindelwald (943 Meter über Meer) – Kleine Scheidegg (2061) – Wengen (1275) – Lauterbrunnen (795) – Stechelberg (862); Steigung 1180 m

Berglauf (25 km)
Stechelberg (862 Meter über Meer) – Lauterbrunnen (795) – Mürren (1640) – Schilthorn (2970); Steigung 2175 m

Disziplinen beim Inferno

Triathlon (Single)
Die Athleten absolvieren die gesamte Strecke selbständig.

Team Trophy
Die Team Trophy ist als Wettkampf für gut trainierte Freizeitsportler gedacht. Ein Team besteht aus vier Teilnehmern.

Couple-Team
Eine Subkategorie der Team Trophy. Ein Couple-Team besteht aus einem Mann und einer Frau, zwei Frauen oder zwei Männern. Beide absolvieren zwei der vier Disziplinen. Die Aufteilung der Disziplinen kann selbst gewählt werden.

Halbmarathon / Staffellauf
Der Berglauf über die Halbmarathondistanz ist mit über 2000 Metern Steigung anspruchsvoll. Er zählt zur «SLV-Trophy». Der Inferno Halbmarathon und der Staffellauf ist nur für sehr gut trainierte und erfahrene Bergläufer empfehlenswert, mit widriger Witterung ist zu rechnen.

INFERNO Sonntagsläufe
Hier ist für alle etwas dabei: Kinder, Familien sowie Trail-Läufer. Die Sonntagsläufe stehen im Zeichen für die Einheimischen und von Jung bis Alt, jeder soll mitmachen können. Die Jugendlichen können sich zudem seit 2026 in der Junior Trail Series von Swissathletics messen.

Statistik

Streckenrekorde

Single Triathlon   Zeit   Name / Nationalität   im Jahr... 
Männer: 08:34:27 Stefan Riesen (CH) 2000
Frauen: 09:31:04 Lena Berlinger (D) 2018
Team Trophy 
Mixed-Team: 06:31:34 www.bikeholiday.net (CH) 2004
Damen-Team: 07:57:31 Praxamed-Team (CH) 2016
Halbmarathon 
Männer: 01:57:33 Christoph Melcher (DE) 1997
Frauen: 02:16:34 Angela Mudre (GB) 2002
Die Schnellsten 2026
Single Triathlon   Zeit   Name / Nationalität 
Männer: 08:50:17 Sébastien Carabin (BE)
Frauen: 10:05:31 Petra Eggenschwiler (CH)
Team Trophy 
Mixed-Team: 07:36:32 SC Wetterhorn 2.0 (CH)
Damen-Team: 09:05:50 Tri-licious (CH)
Herren-Team: 07:44:35 Plantage (NL)
Couple-Mixed: 07:56:01 Team Vatlach (DE)
Couple-Damen: 09:43:21 Mamma Mia (CH)
Couple-Herren: 07:21:15 Höhenkranke Holländer (NL)
Halbmarathon 
Männer: 02:01:28 Paul Machoka (KE)
Damen: 02:27:39 Valentine Rutto (KE)

Ergebnisse

Datum/Jahr Männer Frauen
Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz
16. Aug. 2026 Sébastien Carabin Andreas Lenz Patrick Cometta Petra Eggenschwiler -6- Andrea Rösch Bianca Morvillo
15. Aug. 2025 Samuel Hürzeler -9- Benjamin Ueltschi Andreas Lenz Petra Eggenschwiler -5- Alexandra Zürcher Barbara Bracher
18. Aug. 2024 abgesagt wg. Unwetter
19. Aug. 2023 Samuel Hürzeler -8- Patrick Cometta Ramon Krebs Petra Eggenschwiler -4- Alexandra Zürcher Barbara Bracher
20. Aug. 2022 Jan van Berkel -2- Maximilian Krimeier Urs Müller Petra Eggenschwiler -3- Alexandra Zürcher Anna Eberhardt-Halász
21. Aug. 2021 Samuel Hürzeler -7- Stefan Graf Sami Götz Petra Eggenschwiler -2- Barbara Bracher Alexandra Zürcher
17. Aug. 2019 Samuel Hürzeler -6- Ramon Krebs Sami Götz Petra Eggenschwiler Alexandra Zürcher Sabine Stalder
18. Aug. 2018 Samuel Hürzeler -5- Thomas Kaiser Micha Güdel Lena Berlinger (SR) Petra Eggenschwiler Nina Brenn
19. Aug. 2017 Samuel Hürzeler -4- Ramon Krebs Marc Pschebizin Nina Brenn -7- Petra Eggenschwiler Ricarda Lisk
20. Aug. 2016 Jan van Berkel Andreas Wolpert Michael Göhner Nina Brenn -6- Maya Chollet Verena Eisenbarth
22. Aug. 2015 Samuel Hürzeler -3- Jan van Berkel Felix Schumann Nina Brenn -5- Barbara Schwarz Laurianna Plaçais
23. Aug. 2014 Samuel Hürzeler -2- Dirk Pauling Felix Schumann Kathrin Müller Nina Brenn Barbara Schwarz
17. Aug. 2013 Felix Schumann Samuel Hürzeler Ramon Krebs Sonja Gerster Nina Brenn Barbara Schwarz
18. Aug. 2012 Marc Pschebizin -10- Samuel Hürzeler Andreas Wolpert Andrea Huser -2- Barbara Bracher Barbara Schwarz
20. Aug. 2011 Samuel Hürzeler Andreas Wolpert Marc Pschebizin Andrea Huser Nina Brenn Sonja Gerster
21. Aug. 2010 Marc Pschebizin -9- Andreas Wolpert Samuel Hürzeler Nina Brenn -4- Barbara Bracher Sonja Gerster
2009 Marc Pschebizin -8- Andreas Wolpert Mike Schifferle Nina Brenn -3- Andrea Huser Barbara Bracher
2008 Olaf Sabatschus Marc Pschebizin Andreas Wolpert Nina Brenn -2- Andrea Huser Barbara Bracher
2007 Marc Pschebizin -7- Andreas Wolpert Marti Reto Tine Grengs -3- Nina Brenn Ariane Gutknecht
2006 Marc Pschebizin -6- Bruno von Flüe Konrad von Allmen Tine Tretner -2- Andrea Huser Tina Schwarz
2005 Marc Pschebizin -5- Patrick Wallimann Steven Beeler Nina Nüssli Tine Tretner Trix Zgraggen
2004 Marc Pschebizin -4- Kaspar Grünig Martin Soliva Ariane Gutknecht Nina Nüssli Barbara Thuner
2003 Martin Soliva Marc Pschebizin Bernhard Hug Tine Tretner Nina Nüssli Beatrix Blattmann
2002 Marc Pschebizin -3- Martin Soliva Hannes Plattner Karin Hiss -3- Beatrix Blattmann Cathérine Lohri
2001 Marc Pschebizin -2- Hannes Plattner Holger Spiegel Karin Hiss -2- Bettina Ernst Conny Schmiedehaus
2000 Stefan Riesen (SR) Marc Pschebizin Martin Soliva Karin Hiss Silvia Vaupel Karin Schuch
1999 Marc Pschebizin Martin Soliva Mark Elliot Karin Schuch Karin Hiss Conny Schmiedehaus

Finisherzahlen

  2026 2023 2022 2021  2019  
   Männer Frauen  Männer   Frauen   Männer   Frauen   Männer   Frauen   Männer   Frauen 
Single Triathlon  63 11 124 23 118 34 147 30 180 30
Halbmarathon  339 145 222 99 204 71 220 71 374 111
Team Trophy Teams  592 164 128 99 168
Entwicklung der Finisherzahlen
 Jahr   Single Triathlon   davon 
 Frauen 
 Team Trophy 
 Teams 
 
 davon 
 Damen-Teams 
 davon 
 Couple-Teams 
 Halbmarathon   davon 
 Frauen 
 HM Staffel 
 Teams 
 
 davon 
 Damen-Teams 
 Mürren Fun Triathlon   davon 
 Frauen 
 2026  74 11 592 40 118 404 145 51 9 - -
 2023  147 23 552 44 140 321 99 48 12 15 5
 2022  152 34 432 48 84 275 71 27 6 24 12
 2021  177 30 99 11 38 289 69 4 - 22 10
 2019  210 30 168 11 69 485 111 16 - 33 15
 2018  213 29 166 13 63 487 111 15 6 46 14
 2017  339 52 164 16 58 476 100 11 5 50 15
 2016  245 40 176 24 74 382 72 9 4 67 16
 2015  224 39 172 12 62 457 111 12 4 60 21
 2014  360 46 218 12 74 435 94 13 - 31 7
 2013  291 51 210 16 66 448 97 14 - 46 17
 2012  283 36 206 18 56 458 93 20 - 50 18
 2011  238 44 193 17 30 502 98 20 5 38 11
 2010  246 31 186 15 - 406 83 18 6 35 7
 2009  275 31 197 18 - 415 80 18 - 43 12
 2008  70 3 227 - - 345 65 14 - 43 7
 2007  300 45 210 - - 467 89 12 - 35 9
 2006  183 20 227 - - 371 56 13 - 31 10
 2005  113* 6 238 - - 363 55 24 - 47 19
 2004  199 18 245 - - 442 63 24 - 49 17
 2003  120 6 251 - - 490 76 20 - 51 21
 2002  148 8 155 - - 476 66 19 - 46 18
 2001  150 7 119 - - 443 54 25 - 39 13
 2000  111 8 67 - - 414 50 27 - 39 16
 1999  78 12 74 12 - 361 34 21 - 35 15
 1998  104 6 57 9 - 305 - - - - -

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Text aus der Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Quellartikel