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Stadt in Polen

Gniewkowo

Gniewkowo

Das Wichtigste

Einwohnerzahl6.879
Fläche9,18km²
ist ein(e)Kleinstadt, historische Königsstadt von Polen-Litauen
StaatPolen
KontinentEuropa
liegt in der VerwaltungseinheitGmina Gniewkowo

Gniewkowo [] (deutsch 1879–1920 und 1939–1945 Argenau, früher Gniwkowo und Gniewkowo, historisch auch Knipig) ist eine Stadt im Powiat Inowrocławski (Hohensalzaer Kreis) der Woiwodschaft Kujawien-Pommern in Polen. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt-und-Land-Gemeinde mit etwa 14.600 Einwohnern.

Geographische Lage

Die Stadt liegt in der historischen Region Posen, etwa 21 Kilometer südsüdöstlich der Stadt Solec Kujawski (Schulitz) an der Weichsel und 14 Kilometer nordöstlich der Stadt Inowrocław (Hohensalza).

Geschichte

Nikolaikirche
Nikolaikirche
Herz-Jesu-Kirche
Herz-Jesu-Kirche
Synagoge in Argenau
Synagoge in Argenau
Argenau, südöstlich von Bromberg und südwestlich der Stadt Thorn, auf einer Landkarte von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich polnischsprachiger Bevölkerung).
Argenau, südöstlich von Bromberg und südwestlich der Stadt Thorn, auf einer Landkarte von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich polnischsprachiger Bevölkerung).
4 Bilder

Der Ort wird schon 1185 urkundlich erwähnt und war Residenz der Herzöge von Kujawien. Historiker nehmen an, dass Gniewkowo im Jahre 1268 die Stadtrechte erhalten hat. Im Jahre 1287 wurde das Herzogtum Kujawien mit Sitz in Inowrazlaw unter den drei Söhnen des Herzogs geteilt; der jüngste Kasimir III. von Kujawien wurde zum Herzog eines Herzogtums Gniewkowo. Im Jahre 1322 wurde dieses Herzogtum vom Kreuzritterorden besetzt, im Jahre 1343 zurückgegeben.

Im 16. Jahrhundert erfolgten einige Brandkatastrophen, besonders verheerend war die im Jahre 1582.

1772 bis 1807 und ab 1815 gehörte der Ort zu Preußen. Argenau hatte am Anfang des 20. Jahrhunderts zwei evangelische und eine katholische Kirche, eine Synagoge, eine Oberförsterei, eine Maschinenbauanstalt, Holzsägewerke und eine Ziegelei.

Bis 1919 gehörte Argenau zum Kreis Hohensalza im Regierungsbezirk Bromberg der preußischen Provinz Posen im Deutschen Reich.

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Stadt aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags zum Zweck der Einrichtung des Polnischen Korridors durch preußisches Reichsgebiet am 17. Januar 1920 an Polen abgetreten werden. Nach dem Überfall auf Polen 1939 wurde das entnommene Territorium völkerrechtswidrig in das Reichsgebiet eingegliedert. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebiet mit der Stadt von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen.

Demographie

Bevölkerungsentwicklung bis 1921
Jahr Einwohnerzahl Anmerkungen
1783 377 größtenteils Polen
1788 497 in 75 Häusern
1816 592 darunter 59 Evangelische und 45 Juden
1826 900 in 88 Häusern
1837 952
1843 1225
1861 1387
1875 1847
1880 2229
1890 2614
1900 3129 meist katholische Einwohner
1910 3451 am 1. Dezember, davon 1469 mit deutscher Muttersprache (1301 Evangelische, 80 Katholiken und 88 Juden) und 1978 mit polnischer Muttersprache (sämtlich Katholiken)

Gemeinde

Zur Stadt-und-Land-Gemeinde (gmina miejsko-wiejska) Gniewkowo gehören die Stadt und 22 Dörfer mit Schulzenämtern.

→ Hauptartikel: Gmina Gniewkowo

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Die wichtigsten Industriebetriebe der Gemeinde sind:

Bildung

In der Stadt befinden sich eine Grundschule (Szkoła Podstawowa), eine Berufsschule (Zasadnicza Szkoła Zawodowa) und eine Sekundarschule (Gimnazjum nr.1 im. Ziemi Kujawskiej).

Persönlichkeiten

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Text aus der Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Quellartikel