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Ortschaft in der Gemeinde Geestland in Niedersachsen, ehem. eigene Gemeinde

Drangstedt

Drangstedt

Das Wichtigste

Einwohnerzahl1.426
Fläche17,02km²
ist ein(e)Ortschaft
StaatDeutschland
Höhe über dem Meeresspiegel12m
liegt in der VerwaltungseinheitGeestland
Bahnhof Drangstedt (2015)
Bahnhof Drangstedt (2015)
Großsteingrab Drangstedt (2015)
Großsteingrab Drangstedt (2015)
Waldkrankenhaus Drangstedt
Waldkrankenhaus Drangstedt
3 Bilder

Drangstedt (niederdeutsch Drangst) ist eine Ortschaft in der Stadt Geestland im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven.

Geografie

Lage

Drangstedt liegt im Elbe-Weser-Dreieck zwischen den Städten Bremerhaven, Cuxhaven und Bremervörde. Zum Ort gehört eine Waldfläche von 6,34 km²; Anziehungspunkt für Naherholungssuchende.

Nachbarorte

HymendorfFlögelnBad Bederkesa – Ortsteil FickmühlenDebstedtBad BederkesaWehden
(Einheitsgemeinde Schiffdorf)ElmloheKührstedt – Ortsteil Alfstedt

Kührstedt

(Quelle:)

Geschichte

Ort und Name Drang-Stede entstand um 500 v. Chr. bis 300 v. Chr. und soll auf eine frühere Viehtränke zurückzuführen sein. Orte auf der Geest erhielten Namen mit der Endung -stedt. Urkundlich erwähnt wurde Drangstedt erstmals 1312. In der Gemarkung leben nachweislich schon seit mehr als 6000 Jahren Menschen. Die Hünenbetten von Drangstedt liegen im Knüppelholz zwischen der L 120 (Hafenstraße) und der Bahnlinie. In der Umgebung sind noch etwa 100 Hügelgräber vorhanden, die mindestens 4000 Jahre und älter sind. Im Laufe der Zeit wurden jedoch alle geöffnet und geplündert.

Waldlazarett

Im Zweiten Weltkrieg wurde 1942 in dem Waldgebiet Knüppelholz ein Waldlazarett in Barackenbauweise errichtet, in dem bis 1958 Soldaten behandelt wurden. Danach zog ein Altersheim ein. Von 1967 bis 1983 existierten hier Truppenunterkünfte der U.S. Army und anschließend der Bundeswehr. Das Areal konnte vom Bahnhof Langen aus mit der Buslinie D der Verkehrsgesellschaft Bremerhaven AG (VGB) erreicht werden. Später wurde die gesamte Anlage planiert; eine Barackenruine ist erhalten (2019).

Eingemeindungen

Die Samtgemeinde Bederkesa entstand 1971 und umfasste mit Drangstedt acht Gemeinden.

Zum 1. Januar 2015 bildete Drangstedt mit den übrigen Gemeinden der Samtgemeinde Bederkesa und der Stadt Langen die neue Stadt Geestland.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1910 423
1925 531
1933 586
1939 610
1950 1455
1956 1201
1973 1034
1975 1655 ¹
1980 2536 ¹
Jahr Einwohner Quelle
1985 2364 ¹
1990 1320 ¹
1995 1316 ¹
2000 1474 ¹
2005 1486 ¹
2010 1462 ¹
2014 1469 ¹
2017 1571

¹ jeweils zum 31. Dezember

Politik

Ortsrat

Der Ortsrat von Drangstedt setzt sich aus sieben Ratsmitgliedern zusammen, durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026. Aus den Ergebnissen der vergangenen Ortsratswahlen ergaben sich folgende Sitzverteilungen:

Wahljahr CDU SPD parteilos Gesamt
2021 4 3 – 7 Sitze
2016 5 1 1 7 Sitze

Ortsbürgermeister

Der Ortsbürgermeister von Drangstedt ist Rafael Platek (CDU). Seine Stellvertreterin ist Wiebke Nieuwkoop (CDU).

Wappen

Der Entwurf des Kommunalwappens von Drangstedt stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der im Landkreis Cuxhaven an die 25 Wappen entworfen hat.

Blasonierung: „In Silber zwei schwebende, bewurzelte grüne Tannen über einem grünen Hügel, belegt mit einem goldenen, silber-gehörnten Ochsenkopf; der Hügel über einem silbernen Schildfuß.“Wappenbegründung: Die Tannen sind Sinnbilder des Drangstedter Forstes. Der Hügel erinnert an die Steingräber und der Ochsenkopf über dem silbernen Schildfuß weist auf die Deutung des Ortsnamens als Viehtränke hin.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Baudenkmale

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Karsamstag: Osterfeuer
  • Pfingsten: Maibaumaufstellen
  • Juli: Sportwoche

Wirtschaft, Verkehr, Infrastruktur

Der Ort war rein landwirtschaftlich geprägt. Nach dem Bau der Eisenbahn (1896) von Bremerhaven nach Bad Bederkesa bauten hier Geschäftsleute und Kapitäne aus Bremerhaven Wohnhäuser.

Die Bahnlinie wurde 1968 für den Personenverkehr stillgelegt, zwischenzeitlich aber von der Museumsbahn Bremerhaven–Bederkesa wieder befahren. Die VBN-Buslinie 525 führt durch den Ort. Des Weiteren verkehrt regelmäßig ein Anruf-Sammel-Taxi.

Über die Anschlussstelle Debstedt ist der Ort ans Autobahnnetz angebunden.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

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Text aus der Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Quellartikel