Diogo de Carvalho war ein portugiesischer Jesuitenmissionar, der 1578 in Coimbra geboren wurde. Nach seinem Eintritt in den Jesuitenorden reiste er nach Indien und Macau, wo er 1608 zum Priester geweiht wurde. Seine missionarische Arbeit führte ihn schließlich nach Japan, wo er auf den Amakusa-Inseln und in Kyoto tätig war. Nach einer Zeit der Verbannung nach Vietnam kehrte er unter einem Pseudonym nach Japan zurück, um seine religiösen Aktivitäten in der Tōhoku-Region fortzusetzen, bevor er 1624 schließlich starb.
Leben und Mission

Nach seiner Ankunft in Japan im Jahr 1609 erlernte Carvalho die Landessprache, um seinen Dienst zu erleichtern. Nach dem Verbot des Christentums im Jahr 1614 wurde er nach Vietnam geschickt, kehrte jedoch 1616 heimlich nach Japan zurück. Unter dem Decknamen Nagasaki Goroemon war er im Ōmura-Lehen tätig und zog später nach Tōhoku. Während seines Dienstes reiste er zweimal in das Matsumae-Lehen. Er wurde Anfang 1624 in Sendai als Märtyrer hingerichtet, indem er in eine Grube mit eiskaltem Wasser aus dem Hirose-Fluss gesetzt wurde.
Verehrung
Die katholische Kirche erkennt Carvalho als selig an. Sein Gedenktag wird am 22. Februar begangen. Ein bedeutendes historisches Zeugnis seiner Reisen und Erfahrungen in Tōhoku und Hokkaidō ist in Form eines detaillierten Briefes erhalten, den er verfasste.
