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Gemeinde im Landkreis Holzminden in Niedersachsen

Deensen

Deensen

Das Wichtigste

Einwohnerzahl1.304
Fläche11,05km²
ist ein(e)Gemeinde in Deutschland ohne Stadtrecht, Mitgliedsgemeinde
StaatDeutschland
Höhe über dem Meeresspiegel251m
liegt in der VerwaltungseinheitSamtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf

Deensen ist eine Gemeinde der Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf im Südosten des Landkreises Holzminden in Niedersachsen.

Geografie

Lage

Die Gemeinde liegt am Ostrand des Naturpark Solling-Vogler nahe der Bahnstrecke Altenbeken–Kreiensen. Sie befindet sich südsüdwestlich von Stadtoldendorf zwischen den Mittelgebirgs- und Höhenzügen Homburgwald im Nord-Nordosten, Elfas im Nordosten, Holzberg im Osten, Solling im Süden und Burgberg im Westen.

Nachbargemeinden

Größere Städte im Umland sind Stadtoldendorf, vier Kilometer nördlich, Dassel, elf Kilometer östlich, und Holzminden, 13 km westlich.

Gemeindegliederung

Geschichte

Deensen um 1654
Deensen um 1654

Mittelalter und Neuzeit

Die Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes ist umstritten, denn einige Nennungen lassen die Zuordnung zu verschiedenen Dörfern zu. Erstmals 1220 gibt es eine Erwähnung des Ortes Dedenhusen, in weiteren Urkunden des 13. und 14. Jahrhunderts Deddenhusen. Im Jahre 1483 erhielt Godewart von Campe das Recht, das in den Hussitenkriegen (1419–1436) verwüstete Dorf Deensen als Rittergut wieder aufzubauen. Es wurde eine Wasserburg gebaut und das Dorf entstand im Umfeld. Die Wasserburg verfiel im Laufe der Jahrhunderte. 1825 wurde auf den Fundamenten der Wasserburg das heutige Herrenhaus errichtet; Kellergewölbe und meterdicke Sandsteinwände zeugen noch vom Vorgängerbau. Der Burggraben und spätere obere Dorfteich wurden zum größten Teil zugeschüttet. Heute gibt es nur noch an der Nordseite des Herrenhauses einen Teich, der bis an die Gemäuer reicht. Im Jahre 1970 wurde das Rittergut nach 500-jährigem Besitz durch Familie von Campe verkauft. Seit 1985 dient das ehemalige Herrenhaus mit den Stallungen als Ferien- und Reiterhof.

Ortsname

Alte Bezeichnungen von Deensen waren 1220 quartam partem decimae in campo Dedenhusen prope Luthardessen, 1240 (13. Jahrhundert) Deddenhusen, um 1290 Deddenhosen, 1302 decimam in Deddenhusen, 1320 in villa, que Deddenhusen dicitur, um 1360 Dedenhusen, 1425 Dedessen und 1568 Deensen. Es liegt eine Bildung mit dem Grundwort -husen vor, das dann zu ‑sen verkürzt wurde und einem schwach flektierenden Kurznamen als Bestimmungswort. Der Personenname ist als Dedo oder Deddo anzusetzen und in diesen Formen auch gut belegt, seine Herkunft ist allerdings umstritten.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1973 wurden aufgrund der Gebietsreform in Niedersachsen die Gemeinden Braak und Schorborn eingegliedert.

Politik

Gemeindewahl 2021
Wahlbeteiligung: 66,13 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
47,42 %
(−9,58 %p)
52,58 %
(+9,58 %p)
20162021

Der Gemeinderat, der die Gemeinde Deensen vertritt, setzt sich aus elf Mitgliedern zusammen. Dies ist die festgelegte Anzahl an Ratsmitgliedern für eine Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 1.001 und 2.000 Einwohnern. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.

Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:

Wappen

Blasonierung: Gespaltener Schild, vorn von Gold und zehnfach geschachtet, hinten in schwarz ein silberner Robinson Crusoe mit goldenem Hemd und Bogen sowie goldener Keule.

Das Werk Robinson der Jüngere stammt von Joachim Heinrich Campe, einem Sohn Deensens.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Das Gutshaus von Deensen
Das Gutshaus von Deensen

Das Ortsbild prägen Fachwerkhäuser im Stil der niederdeutschen Hallenhäuser. Im Gutspark Deensen stehen drei Kreuzsteine aus dem Mittelalter.

Verkehr

Der Bahnhof Deensen-Arholzen an der Bahnstrecke Altenbeken–Kreiensen wird seit 1987 nicht mehr vom Schienenpersonennahverkehr bedient.

Durch den nördlichen Teil des Ortes verläuft auf einem kurzen Abschnitt der Europaradweg R1.

Persönlichkeiten

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Text aus der Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Quellartikel