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irischer Mönch und Missionar

Columban von Iona

Columban von Iona

Das Wichtigste

Geburtsdatum7. Dezember 521
Sterbedatum9. Juni 597
TätigkeitMönch, Missionar
GeburtsortCounty Donegal
SterbeortIona
öffentliches Amt oder StellungAbt

Columban von Iona (auch Kolumban, Columban von Hy, Columban der Ältere; irisch Colm Cille [], altirisch Colum Cille [], deutsch ‚Kirchentaube‘; * 521/522 in Gartan, Irland; † 9. Juni 597 auf Iona, Schottland) war ein irischer Mönch und Missionar. Er gilt als einer der „drei Patrone“ und der zwölf Apostel Irlands. Er ist nicht mit dem jüngeren Columban (Columban von Luxeuil) zu verwechseln.

Leben

Columban wurde 521 oder 522 als Crimthann („Fuchs“) geboren. Er gehört zur Lineage der Cenél Conaill der nördlichen Uí Néill (O’Neill) im heutigen County Donegal, die zu seiner Zeit einige der irischen Hochkönige in Tara stellten.

In früher Jugend Schüler des Finnian von Clonard, wechselte er um 540 ins Kloster Glas Nóiden. Etwa um 546 gründete er das Kloster Daire Calcaich (Doire, Derry). Auch Durrow gilt als seine Gründung. Es heißt, dass er fast hundert Kirchen gegründet habe, daher sein Name „Colum Cille“ (übersetzt: „Columban der Kirchen“, später auch „Columkille“ geschrieben), zur Unterscheidung vom jüngeren Columban.

Columban war nicht nur ein Missionar und tatkräftiger Kirchengründer, sondern ebenso ein Gelehrter, Kopist und Bücherliebhaber. Er soll etwa 300 Manuskripte abgeschrieben haben. Dass dies eine Leidenschaft dieser hochangesehenen Persönlichkeit der altirischen Kirche war, führte dazu, dass sein Ansehen auf die Schreiber in den irischen Klöstern abfärbte und die Schreiber in den folgenden Jahrhunderte zu den ranghöchsten Mönchen in der klösterlichen Hierarchie zählten.

Columban löste den „Bücherkrieg“ aus, als er den hl. Finnian von Movilla in Drumm Finn besuchte und heimlich ein Buch aus dessen Bibliothek abschrieb. (Die umstrittene Evangelien-Kopie existiert angeblich noch heute – es soll das Buch Cathach (Krieger oder Kämpfer) sein, das in der Royal Irish Academy aufbewahrt wird.) Hochkönig Diarmait mac Cerbaill aus den Síl nÁedo Sláine in Tara urteilte: „Das Kalb gehört zur Kuh, die Kopie zum Buch.“ Columban verfluchte den König, was als eine Ursache für die Schlacht von Cúl Dreimhne 561 zwischen Columbans Sippe und dem Hochkönig angesehen wird. Nach jener „Schlacht des Buches“ wurde Columban vielleicht deshalb exkommuniziert; dies wurde jedoch durch die Synode von Tailtiu (Teltown) auf Fürsprache des Brendan von Birr wieder aufgehoben.

563 oder 565 begab er sich ins selbstgewählte Exil (peregrinatio) nach Alba (Schottland) und gründete mit zwölf Gefährten ein Kloster auf der Insel Iona. Von dort aus missionierte er bei den Pikten. (Eine besondere Episode dieser Missionsarbeit beschreibt der Hagiograph Colum Cilles, Adomnán mac Ronáin, im 27. Kapitel seiner Vita Columbae: Columbans befiehlt hier einem Wassertier im Fluss Ness, von einem seiner Gefolgsleute abzulassen. Diese Stelle gilt als erste Erwähnung des Ungeheuers von Loch Ness.) Er kehrte auch mehrmals nach Irland zurück. Beim Tod des Königs Conall I. von Dál Riata (Dalriada) griff er in die Erbfolge ein und machte Aidan mac Gabhran zum Nachfolger. 575 diente Columban als Vermittler beim Königstreffen von Druim Cett und verhinderte die Vertreibung der filid (Dichter) aus Irland.

Adomnáns Vita Columbae zufolge starb Columban am Morgen des 9. Juni 597 in seinem Kloster Iona.

Nachleben

Columbans Persönlichkeit und Wirksamkeit als Missionar blieb in Irland in lebendiger Erinnerung.

Im 9. und 10. Jahrhundert wurde es üblich, ihm lateinische und altirische Kirchenhymnen zuzuschreiben („Colum Cille cecinit“), um seine Autorität für sie in Anspruch zu nehmen. Seine Verse wurden von Aodh de Blácam (1891–1951) kongenial übersetzt. Sein allerdings erst in den späten Hagiographien überliefertes Engagement für die altirischen Dichter führte seit der Romantik (Ossian) dazu, dass er oft selbst als ausgebildeter fili (Dichter) vermutet wird, ohne dass konkrete Belege vorgewiesen werden können.

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Text aus der Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Quellartikel