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japanisches Satellitenkommunikationsunternehmen

Broadcasting Satellite System Corporation

Das Wichtigste

Datum der Gründung, Entstehung, Erbauung13. April 1993
ist ein(e)Gewerbebetrieb
StaatJapan

Die Broadcasting Satellite System Corporation (B-SAT; jap. 株式会社放送衛星システム, kabushiki kaisha hōsō eisei shisutemu) ist ein japanisches Unternehmen für Satellitenkommunikationsdienstleistungen mit Sitz in Fuchū-shi in der Präfektur Tokio.

B-SAT wurde am 13. April 1993 mit dem Ziel gegründet, um Rundfunksatelliten zu beschaffen und zu unterhalten, sowie deren Transponderkapazitäten zu verleasen. Größter Aktionär (49,9 %) ist die NHK (die japanische Rundfunkgesellschaft).

Satelliten

Die Broadcasting Satellite System Corporation betreibt aktuell eine Flotte von vier geostationären Kommunikationssatelliten, welche alle bei 110° Ost stationiert sind. Insgesamt wurden seit 1998 zehn BSAT-Satelliten gestartet.

BSAT-1

BSAT-1a wurde im Juni 1994 bei Hughes Space and Communications bestellt und am 17. April 1997 zusammen mit Thaicom 3 mit einer Ariane-44LP-Rakete gestartet. Am 28. April 1998 folgte der Backup Satellit BSAT-1b zusammen Nilesat 101 mit einer Ariane-44P. Beide Satelliten wurden in eine geostationäre Umlaufbahn in eine Position von 110° Ost gebracht. Sie ersetzen die beiden BS-3 Satelliten von NHK. Nach Erhalt der Lizenz zum Ausstrahlen von digitalen Diensten (z. B. für das japanische Fernsehen) durch die japanischen Behörden nahm BSAT-1b im Juli 1998 dann seiner Dienst auf. Die spinstabilisierten und zylinderförmigen Satelliten beruhten auf Hughes Satellitenbus HS-376 (heute Boeing 376) und wogen im Orbit und mit Treibstoff 723 kg. Sie hatten einen Durchmesser von 2,17 m und eine Höhe von 3,15 m mit eingeklappter Antenne beim Start und 7,97 m im ausgefalteten Zustand. Die Satelliten bestanten jeweils aus zwei Sektionen: einer sich mitdrehenden Satellitenbussektion mit Star-30BP-Antriebssystem und einer sich nicht mitdrehenden Nutzlastsektion. Die von Nickel-Cadmium-Akkumulatoren unterstützten Solarzellen lieferten 1200 Watt Leistung für den 106-Watt-(TWTA)-Sender und die Bordelektronik. Kommandos wurden auf der Frequenz von 17 GHz empfangen und Telemetriedaten auf einer Frequenz von 12 GHz gesendet. Als Nutzlast trugen die Satelliten acht (davon vier Reserve) Ku-Band-Transponder. Als Lebensdauer waren zehn Jahre geplant.

Satellitenflotte

Stand der Liste: 13. Mai 2026

Name Bestelljahr Startdatum (UTC) Trägerrakete Startplatz Satellitenbus NSSDC-ID Transponder Anmerkungen
BSAT-1a 1994 16. Apr. 1997 Ariane 44LP Kourou HS-376 (Hughes) 1997-016B Ku-Band:
4 (+4 Backup)
außer Betrieb seit August 2010
BSAT-1b 1994 28. Apr. 1998 Ariane 44P Kourou HS-376 (Hughes) 1998-024B Ku-Band:
4 (+4 Backup)
außer Betrieb seit August 2011
BSAT-2a 1999 8. Feb. 2001 Ariane 5G Kourou STAR-1 (Orbital ATK) 2001-011B Ku-Band: 4 außer Betrieb seit Januar 2013
BSAT-2b 1999 12. Juli 2001 Ariane 5G Kourou STAR-1 (Orbital ATK) 2001-029B Ku-Band: 4 Fehlstart; Orbit nicht erreicht
BSAT-2c 2001 11. Juni 2003 Ariane 5G Kourou STAR-1 (Orbital ATK) 2003-028A Ku-Band: 4 Ersatz für BSAT-2b, außer Betrieb seit August 2013
BSAT-3a 2005 14. Aug. 2007 Ariane 5 ECA Kourou A2100A (Lockheed Martin) 2007-036B Ku-Band: 12 außer Betrieb seit Februar 2025
BSAT-3b 2008 28. Okt. 2010 Ariane 5 ECA Kourou A2100A (Lockheed Martin) 2010-056B Ku-Band: 12 aktiv
BSAT-3c
(JCSAT-110R)
2008 6. Aug. 2011 Ariane 5 ECA Kourou A2100A (Lockheed Martin) 2011-041B Ku-Band: 12 aktiv, Joint-Venture mit SKY Perfect JSAT
BSAT-4a 2015 29. Sep. 2017 Ariane 5 ECA Kourou SSL-1300 (Space Systems/Loral) 2017-059B Ku-Band: 24 aktiv
BSAT-4b 2018 15. Aug. 2020 Ariane 5 ECA+ Kourou SSL-1300 (Space Systems/Loral) 2017-056A Ku-Band: 24 aktiv

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Text aus der Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Quellartikel