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Gemeinde im Bezirk Liezen, Steiermark

Ardning

Ardning

Das Wichtigste

Einwohnerzahl1.239
Fläche34,03km²
ist ein(e)Landgemeinde in Österreich, Gemeinde in Österreich
StaatÖsterreich
Höhe über dem Meeresspiegel696m
liegt in der VerwaltungseinheitBezirk Liezen

Ardning ist eine Gemeinde mit 1273 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) in der Obersteiermark im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Liezen.

Geografie

Ardning liegt im Bezirk Liezen. Die Seehöhe beträgt 696 Meter. Die Gesamtfläche beträgt 34,05 km². Damit liegt die Gemeinde Ardning flächenmäßig unter den 51 Gemeinden des Bezirks Liezen auf Platz 39. Auf dem Gemeindegebiet liegt das Pürgschachen-Moor, das sich über einen Kilometer durch das Ennstal zieht.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2026):

  • Ardning (889) samt Haindlgraben, Harsbach, Hinterstatt, Lainken, Oberdorf und Unterdorf
  • Frauenberg (240) samt Forchner und Kulm (mit Wallfahrtskirche auf der Kuppe)
  • Pürgschachen (144)
  • Ardningalm samt Ardningalm-Bungalowsiedlung

Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Ardning.

Nachbargemeinden

Spital am Pyhrn (KI)LiezenAdmontSelzthal

Geschichte

Die Herkunft des Gemeindenamens ist umstritten. Nicht unwahrscheinlich ist, dass sich „Ardning“ vom slawischen Wort „jar“ für „Graben“ oder „Schlucht“ ableitet, was durch die geographische Lage gestützt wird. Erstmals erwähnt wurde Ardning im Jahre 1077 als „Arnich“.

Nach den Februarkämpfen 1934 wurde der Nationalratsabgeordnete Koloman Wallisch am 18. Februar 1934 in Ardning verhaftet und am folgenden Tag in Leoben zum Tode verurteilt.

Bevölkerungsentwicklung

Ardning: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
769
1880
  
811
1890
  
746
1900
  
709
1910
  
861
1923
  
852
1934
  
905
1939
  
835
1951
  
887
1961
  
907
1971
  
1.003
1981
  
1.063
1991
  
1.237
2001
  
1.251
2011
  
1.185
2021
  
1.279
2026
  
1.273
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wallfahrtskirche Frauenberg an der Enns
Wallfahrtskirche Frauenberg an der Enns
Filialkirche Ardning
Filialkirche Ardning
Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia) im Pürgschachen-Moor.
Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia) im Pürgschachen-Moor.
Kriegerdenkmal, Naturdenkmal Sommerlinde
Kriegerdenkmal, Naturdenkmal Sommerlinde
Bahnhof Ardning
Bahnhof Ardning
Bosrucktunnel Südportal
Bosrucktunnel Südportal
Ardningalm
Ardningalm
7 Bilder

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Von den landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 23 im Haupt-, 38 im Nebenerwerb, zwei von Personengesellschaften und sechs von juristischen Personen geführt. Von den 25 Erwerbstätigen im Produktionssektor arbeiteten 22 im Baugewerbe. Die größten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (53), Verkehr (32) und Handel (20 Erwerbstätige).

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 69 79 37 30
Produktion 4 7 25 107
Dienstleistung 45 33 145 130

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln

Von den 586 Erwerbstätigen, die 2011 in Ardning wohnten, arbeiteten 111 in der Gemeinde. Mehr als achtzig Prozent der Arbeitnehmer pendelten aus.

Fremdenverkehr

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Altenmarkt bei St. Gallen, Admont, Landl und St. Gallen den Tourismusverband „Alpenregion Nationalpark Gesäuse“. Dessen Sitz ist in Admont.

Verkehr

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 4 SPÖ und 1 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 SPÖ und 7 ÖVP.
  • Mit den Gemeinderatswahlen 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 SPÖ, 6 ÖVP und 1 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 SPÖ, 3 ÖVP und 2 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen 2020 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 SPÖ und 5 ÖVP.

Bürgermeister

  • bis 2005 Adolf Koinegg
  • 2005–2017 Johann Egger (SPÖ)
  • seit 2017 Reinhard Metschitzer (SPÖ)

Wappen

Im Jahr 1980 wurde der Gemeinde folgendes Wappen verliehen:

Im geteilten und oben wieder geteilten Schild eine silberne Lilie im grünen, ein schwarzer Querfaden im silbernen und ein silberner Sonnentau mit einer Blüte und sechs Blättern im roten Feld.

Die Lilie symbolisiert die Wallfahrtskirche Frauenberg, der Querfaden die Landesgrenze und der Sonnentau wächst im Feuchtgebiet Pürgschachen-Moor.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen mit Bezug zur Gemeinde

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Text aus der Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Quellartikel