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Ortsname, der sich auf Rodung bezieht

Rodungsname

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Rodungsname

Rodungsname nennt man in der Namenkunde der Orte (Toponomastik) ein Toponym, das sich auf eine Rodung bezieht. Sie sind in Europa in den mehreren Phasen der mittelalterlichen Landnahme (Rodungszeit) entstanden.

Grundlagen

Zahlreiche Orts- und Flurnamen weisen auf Landnahme durch Rodungen hin und lassen sich in Toponomastik und Namenforschung zeitlich zuordnen:

Liste von Rodungsnamen

(Abkürzungen: ahd. = althochdeutsch, mhd. = mittelhochdeutsch, hd. = hochdeutsch, mnd. = mittelniederdeutsch, nd. = niederdeutsch, od. = oberdeutsch):

Nachantike Besiedelung:

  • svetla, slawisch „Lichtung“ oder „Rodung“: Zwettl

Früheste deutsche Sprachschicht:

Namen dieser Schicht sind der fränkischen Landnahme (5.–7. Jh.) im Westen zuzuordnen, und den anschließenden Erweiterungen des Frankenreiches auf Bayern, und später Österreich/Südtirol (Baiuwarische Landnahme) und Sachsen (jew. bis etwa zum 9. Jahrhundert)

Im Hochmittelalter findet eine zweite Rodungswelle zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert statt:

In diese Zeit datieren lassen sich auch Brandrodungen – kann sich aber auch auf spätere Brandereignisse beziehen:
  • brant, brende mhd. „Brand“:
    Brand, -brand, -brände; Brandstatt
  • senge, mhd. „Brandrodung“: -senge(n), -singe(n), -sang; auch: absang „Anzündung“: Feuersang
Siehe auch: Arschwald

Seit dem 13. Jahrhundert bezeugt ist:

Namen für bei Rodungen stehengebliebenem Wald:

Auch Familiennamen als Wohnstättennamen leiten sich dann reich namensbildend von diesen Worten ab: z. B. Reuter, Reiter; Schwendener, Schwentner und zahlreiche ähnliche Formen und Zusammensetzungen.

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Text aus der Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Quellartikel