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deutscher Verleger

Leopold Voß

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Leopold Voß

Das Wichtigste

Geburtsdatum17. Dezember 1793
Sterbedatum26. November 1868
TätigkeitBuchhändler, Verleger
GeburtsortLeipzig
SterbeortLeipzig
beschrieben inAllgemeine Deutsche Biographie
Der Verleger Leopold Voß, wahrscheinlich kurz vor seinem Tod (Stich erschien in der Illustrirten Zeitung 1868, zum Tode des Verlegers)
Der Verleger Leopold Voß, wahrscheinlich kurz vor seinem Tod (Stich erschien in der Illustrirten Zeitung 1868, zum Tode des Verlegers)

David Leopold Voß, auch Voss (* 17. Dezember 1793 in Leipzig; † 26. November 1868 ebenda), war ein deutscher Buchhändler und Verleger in Leipzig (Verlag Leopold Voß).

Leben

Er war der älteste von vier Söhnen des Leipziger Buchhändlers Georg Voß (6. Januar 1765 – 17. Juni 1842) und ging in Leipzig und Dessau zur Schule. Georg Voß, der in Braunschweig vom Tuchhändler zum Buchhandel wechselte und 1791 eine Buchhandlung mit Verlag in Leipzig gründete, war während der Napoleonischen Kriege nach Dessau gezogen, da ihm in Leipzig die Kriegsbelastung zu groß war. Leopold Voß begann 1809 eine Buchhändlerlehre bei Friedrich Vieweg in Braunschweig, die er 1812 bei Joachim Heinrich Campe, dem Schwiegervater von Vieweg, in Hamburg abschloss. Danach kehrte er nach Leipzig zurück, wurde aber wegen der schwierigen Kriegszeiten statt zunächst in die Buchhandlung des Vaters einzutreten Angestellter eines Kaufmanns (Lattermann und Sohn). Danach war er als freiwilliger Offizier in der sächsischen Armee in den Befreiungskriegen gegen Napoleon am Rhein und trat nach der Rückkehr in die Buchhandlung seines Vaters ein, die er 1818 übernahm, als sein Vater selbst eine Stelle im Wechselgeschäft annahm. Er knüpfte Verbindungen zu bedeutenden Autoren und Intellektuellen. Zu den Verlagsprodukten gehörte die 1801 gegründete Zeitung für die elegante Welt und sein Vater verlegte auch die Napoleonischen Gesetzbücher. Ein Schwerpunkt des Verlages unter Leopold Voß waren wissenschaftliche Bücher in Medizin und Naturwissenschaft. 1832 wurde er Kommissionär der Sankt Petersburger Akademie der Wissenschaften mit zahlreichen Kontakten nach Russland. Als Sortimentsbuchhändler vertrieb er auch ausländische Literatur (was später Leopold Michelsen übernahm). 1865 zog er sich zurück.

Bei Leopold Voß erschienen unter anderem Karl Friedrich Burdach, Rudolf Wagner, Christian Gottfried Ehrenberg, Samuel Thomas Soemmering, Matthias Alexander Castrén (in seiner Zweigstelle in Sankt Petersburg), Johann Ludwig Choulant, die Allgemeine Encyclopädie der Physik herausgegeben von Gustav Karsten (darin erschien unter anderem das Handbuch der Physiologischen Optik von Hermann von Helmholtz), Gesamtausgaben von Immanuel Kant und Johann Friedrich Herbart, Gustav Theodor Fechner (als Dr. Mises), eine Allgemeine Maschinenencyclopädie unter dem Herausgeber Julius Ambrosius Hülße und das Chemische Zentralblatt.

Sein zweitgeborener Sohn Julius Leopold Voß (28. August 1833 – 1895) übernahm den Verlag, in den er 1859 eingetreten war und in dem er 1862 Teilhaber wurde. Aufgrund andauernder Kränklichkeit verkaufte er 1879 die zwischenbuchhändlerischen Sparte seines Unternehmens an Gustav Haessel, der sie unter der Firma Voß' Sortiment weiterführte und nach Hamburg verlegte. Den Verlag führte er bis 1882 weiter, verkaufte ihn dann aber an Ernst Maaß, der den Verlag ebenfalls nach Hamburg verlegte, aber in Leipzig eine Zweigstelle aufrechterhielt. Maaß änderte die Firma der Buchhandlung in, behielt aber für den auf wissenschaftliche Literatur spezialisierten Verlag die alte Firma Leopold Voß bei.

Nach dem Tod von Ernst Maaß am 20. April 1911 übernahm zum 1. Juli 1911 der Leipziger Buchhändler und Verleger Arthur Meiner den Verlag und die Buchhandlung und verlegte beide nach Leipzig zurück, wiederum unter Beibehaltung der Firma Leopold Voß (Leipzig). Damit gehörten Arthur Meiner zwei angesehene Wissenschaftsverlage – Johann Ambrosius Barth und eben Leopold Voß –, die er beide unter ihren eingeführten Namen weiterführte.

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

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Text aus der Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Quellartikel